The Absence of Mark Manders

Stell dir vor dich gäbs gar nicht. Und die Welt drehte sich trotzdem weiter…

Der niederländische Künstler Mark Manders befasst sich seit Jahren mit der eigenen Abwesenheit und stellt mit seinen Installationen ein etwas tristes Selbstporträt in Form von imaginären Räumen dar. Als ich letztes Jahr in der Zürcher Kunsthalle die Ausstellung «The Absence of Mark Manders» besuchte, war dieser tatsächlich nicht dort. Und auch sonst praktisch niemand, was den etwas makaberen Charme seiner Werke zu meiner Freude noch verstärkte.

Fox/Mouse/Belt (1992)

Wenig herzlich empfangen wurde ich von „Fox/Mouse/Belt“ (1992), einer lehmfarben Bronceplastik eines liegenden Fuchses, der eine tote Maus auf den Bauch gegurtet hatte. Ähnlich frisch-modelliert und zugleich  wie schon lange tot sahen die liegenden und mit Plastikfolie bedeckten Bronceplastiken von Menschen aus. Auch das arme Büsi der „Nocturnal Garden Scene“ vermochte keine ausgelassene Lebensfreude verbreiten – was wohl auch gar nicht seine Absicht war.

Eine ausführliche Beschreibung dieser längst vergangenen Ausstellung ist auf www.kultur-online.net zu finden. Die Verspätung dieses Beitrags ist auf die Abwesenheit des Bloggers zurückzuführen.

Die unheimlich ästhetische Welt von Fotograf Miles Aldridge

Der Modefotograf Miles Aldridge (Engländer, geb. 1964) schafft surreale Szenen von traumhafter Farbigkeit und Leuchtkraft. Dabei sind seine Fotos so präzise und luzid, dass es einem fast unheimlich wird (was teilweise sicher auch am eiskalten Blick der Models liegt) – genial:

Bold Gold von Miles Aldridge

Ebenso präzis ästhetisch wie seine Fotos ist seine Website (www.milesaldridge.com), kurz und bündig sein witziges Biografie-Filmchen. Sein Vater Alan, ein berühmter Art Director (z.B. von Coverdesigns von Beatles-Alben), scheint übrigens den selben Webdesigner zu haben: www.alanaldridge.net ;-)

Unter der Welle eine andere Welt – Dustin Humphrey’s Dopamine

Schon «Normale» Surf-Fotografen müssen Meister des Timings sein. Dustin Humphrey geht noch weiter und bannt zugleich Überwasser-Surfaction und skurril arrangierte Unterwasserszenen auf den Speicherchip. lukestedman_deadbeats_poster

Sehr passend auch der Titel dieser schwarz-weiss Serie: Dopamine. Zumindest bei mir bewirkt bereits das Betrachten dieser Fotos die Ausschüttung einiger Glückshormone. 

Mehr davon gibts auf Photoshelter: «Riding a wave with Dustin Humphrey» …da die Portfolioseite des Fotografen noch nicht fertig ist.

Museumsnacht 2009 in Bern

Bereits zum 7. Mal fand am 20. März 2009 die Berner Museumsnacht statt. Die 33 beteiligten Kulturinstitutionen leuchteten farbig in den Nachthimmel und boten allerlei sehens-, hörens- und konsumierungswertes:

«Westside» – surrealer Trip durchs Einkaufszentrum

Zum ersten Mal dabei ist der im Herbst 2008 eröffnete Shoppingtempel «Westside». Kurz nach Mitternacht waren die Einkaufsbereiche, in denen die beiden grossen Kunstinstallationen untergebracht waren, absolut menschenleer. Die dumpf-monotone Technobeschallung in der Mall trug das ihre zu einem surrealen Erlebnis bei. Einzig in der Restaurantzone waren noch letzte Nachtschwärmer und Traumtänzer (nicht minder surreal) anzutreffen.