«Ein Zen-Meister wurde gebeten, den Unterschied zwischen Mensch und Tier zu erklären, denn letztendlich besäßen doch beide in gleicher Weise die Buddha-Natur…»
Die ganze Geschichte im Forum «Geistige Nahrung», wo ich sie gefunden habe.
«Ein Zen-Meister wurde gebeten, den Unterschied zwischen Mensch und Tier zu erklären, denn letztendlich besäßen doch beide in gleicher Weise die Buddha-Natur…»
Die ganze Geschichte im Forum «Geistige Nahrung», wo ich sie gefunden habe.
Gestern machte ich kurz Ferien. Ferien von mir selbst und gleichzeitig sehr mit mir selbst (klingt esoterischer als es ist). Und dies mitten im nasskalten Bern. Ich war floaten in einem Tank von FloatConcept Bern.
Ich bin sonst nicht überaus wellness-begeistert. Natürlich können warme Bäder, Massagen oder auf dem Körper rumliegende «Hot Stones» ganz angenehm sein, aber ich bezweifle, dass diese eher passiven körperlichen Verwöhnangebote einen nachhaltigen Effekt aufs Wohlbefinden haben. Ich wär da eher für Sport, wenn ich nicht meistens zu faul dazu wäre. Aber ich mag Tiefenentspannung und wollte das Floaten ausprobieren, seit ich das erste Mal davon gelesen hatte.
Als ich kürzlich einen Anbieter in Bern ergoogelte, entschloss ich mich es auszuprobieren. So machte ich mich gestern nach telefonischer Terminvereinbarung auf Richtung Marzili, um in einem Tank von FloatConcept Bern in sehr schwerem, auf annähernd Körpertemperatur geheiztes Salzwasser zu schweben.
Als ich dort eintraf, beschlug meine Brille sofort und der Herr Bärtschi, der Geschäftsführer, erklärte ausführlich was mich erwartete. Dann Zeigte er mir den Floating-Tank und gab letzte Instruktionen. Ich zog mich aus, duschte, verstöpselte meine Ohren mit Ohropax und stieg in den Tank mit der Salzsole.
Dann schloss ich die Klappe hinter mir und legte mich ins Wasser.
Das schwere Salzwasser trägt mich. Rasch vertraue ich diesem Gefühl und lass mich im wahrsten Sinn des Wortes treiben. Die Wassertemperatur ist genau richtig und so nehme ich bald meine Aussenhülle nicht mehr wahr. Wo fange ich an? Wo höre ich auf? Grenzen verwischen. Gelegentliche leise Klickgeräusche (Ich glaube es sind Kondenswassertropfen, die von der Tankdecke runterfallen) nehme ich nicht als ausserhalb von mir wahr. Im schwarzen Raum vor meinen Augen beginnen hellere Muster mit der Dunkelheit zu spielen (Hypnagogie).
Ich versinke in einen seltsamen Halbschlaf, bewusste Gedanken werden selten und ich verliere jedes Gefühl für Zeit und teilweise das Gefühl von Raum. Nur mein lauter Herzschlag und die Atemgeräusche «stören» gelegentlich und holen mich auf eine weniger tiefe «Ebene» zurück, als wollten sie mich erinnern: «He, vergiss dich nicht ganz, dich gibts noch!» Ich treibe scheinbar ewig und geniesse es, dass in diesem Moment nur ich da bin und auch das nur teilweise.
Dann geht gedämpftes Licht und gedämpfte Meditationsmusik an und ich tauche aus dieser tiefen, gemütlichen Höhle auf, nehme wieder wahr wo ich anfange und aufhöre, öffne die Klappe des Tanks und entsteige diesem, dusche und ziehe mich an.
Ich verlies den Raum mit dem Floating-Tank und wurde im Vorzimmer von einer grossen, weissen Katze in Empfang genommen, die dort auf dem Boden sass, mir direkt in die Augen schaute als wollte sie mir sagen: «Welcome to the real world, Neo», oder was solche Katzen in solchen Situationen halt so sagen würden, wenn sie reden könnten. Ich war wohl zu entspannt um mich zu wundern, nahm mir im Ruheraum ein Glas Wasser und einige Minuten Zeit um in der Welt der Schwerkraft und der Ablenkung anzukommen.
Der Rückweg fühlte sich leicht leichter an, mein Geist leicht aufgeräumter und der Entschluss stand fest: Dies war nicht mein letztes Mal im Floating-Tank!
The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore von den Moonbot Studios auf Vimeo.
«Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.»
– Franz Kafka
Update
Soeben auf Mashable.com entdeckt: «The Joy of Books» – Stop-motion Animation in einem Bücherladen
Das Video zu Massive Attacks «Splitting the Atom» (vorletzter Post) wirft die Frage auf, wie es wohl zu dieser apokalyptischen Situation gekommen sein könnte.
Edouard Salier beantwortet diese Frage erneut sehr sehenswert im Video zu «Atlas Air».
Wenn weisse Wände langweilig sind, muss Farbe ran. Eine gute Gelegenheit verborgene Malertalente zu wecken und fast 5 Liter Orange und Pink (nein, das beisst sich nicht) an die Flurwände zu rollen und zu pinseln.
Dies musste natürlich bildlich festgehalten werden, in meinem ersten Zeitraffer-Video.
Hier das Resultat:
Alle 10 Sekunden wurde ein Einzelbild gemacht, mit dem iPhone und der Timelapse-App (iTunes-Link). Mittels Quicktime Pro habe ich die Einzelbilder zu einem Film (.mov-file) zusammengefügt (29,XX Bilder pro Sekunde) – Danke @leumund für das ausführliche Videotutorial zum Quicktime Serienbildimport!
In After Effects von Adobe habe ich noch einen Wischeffekt (CC Force Motion Blur) eingefügt, um die Dynamik noch etwas zu erhöhen. Da ich 40 Sekunden für diesen Streifen noch etwas lange fand, habe ich in iMovie das Tempo verdoppelt. Ebenfalls in iMovie kamen Titel und Abspann sowie der Sound – ein kosten und DRM-loses File von www.pacdv.com – dazu.
Massive Attacks Video zu «Splitting the Atom» ist eine düsterer aber entspannter Kameraflug durch eine erstarrte Grossstadt, in welcher sich kurz davor unsägliches abgespielt haben muss.
Aus einem abstrakten Intro wird eine verspiegelte Kristalllandschaft, durch die der Betrachter in ein Standbild einer Grossstadt fliegt, aufs Zentrum der Katastrophe zu. Regie geführt hat der Franzose Edouard Salier (man beachte die Entwurfsskizze zu ebendiesem Musikvideo auf seiner Startseite).
Update: «Atlas Air», das Prequel zu «Splitting the Atom» (Video)
Stell dir vor dich gäbs gar nicht. Und die Welt drehte sich trotzdem weiter…
Der niederländische Künstler Mark Manders befasst sich seit Jahren mit der eigenen Abwesenheit und stellt mit seinen Installationen ein etwas tristes Selbstporträt in Form von imaginären Räumen dar. Als ich letztes Jahr in der Zürcher Kunsthalle die Ausstellung «The Absence of Mark Manders» besuchte, war dieser tatsächlich nicht dort. Und auch sonst praktisch niemand, was den etwas makaberen Charme seiner Werke zu meiner Freude noch verstärkte.
Wenig herzlich empfangen wurde ich von „Fox/Mouse/Belt“ (1992), einer lehmfarben Bronceplastik eines liegenden Fuchses, der eine tote Maus auf den Bauch gegurtet hatte. Ähnlich frisch-modelliert und zugleich wie schon lange tot sahen die liegenden und mit Plastikfolie bedeckten Bronceplastiken von Menschen aus. Auch das arme Büsi der „Nocturnal Garden Scene“ vermochte keine ausgelassene Lebensfreude verbreiten – was wohl auch gar nicht seine Absicht war.
Eine ausführliche Beschreibung dieser längst vergangenen Ausstellung ist auf www.kultur-online.net zu finden. Die Verspätung dieses Beitrags ist auf die Abwesenheit des Bloggers zurückzuführen.
James Cameron‘s Avatar Trailer (auf Youtube) ist tatsächlich ein Aufbruch. In eine völlig neues 3D-Kinoerlebnis. Für fast drei Stunden wird der Zuschauer in eine so noch nie gesehene Welt entführt, in welcher die Grenzen zwischen Real- und Computergeneriertem Film völlig verschwinden.
Die Story ist relativ einfach und schnell erzählt: Pandora ist ein Mond, auf welchem die Menschen ein sehr seltenes Erz abbauen. Die na‘vi, grosse blaue, sehr naturverbundene Ureinwohner, sind dabei ein Hindernis, welches der Sicherheitsbeauftragte vom Typ Haudegen-Commander durch Waffengewalt überwinden will. Der Querschnittgelähmte Ex-Marine Jake soll im Rahmen eines Forschungs-Programms, bei dem sein Bewusstsein temporär in einen Avatar (künstlicher Halb-Mensch-halb-na‘vi) gebeamt wird, die Ureinwohner ausspionieren, freundet sich dann aber mit ihnen an und führt sie im Krieg gegen die Eindringlinge…
Avatar revolutioniert die 3D-Technik in vielerlei Weise. So wurde, zusätzlich zum mittlerweile standardmässigen Motion tracking, mittels einer Infrarotkamera die Mimik der Schauspieler aufgenommen, um damit die 3D-Modelle der Na‘vi zu animieren. Mittels einer «virtuellen Kamera» konnte James Cameron die virtuelle Welt von Pandora in Echtzeit sehen und Kameraeinstellungen und -bewegungen wie im traditionellen Film selbst bestimmen. Auch für die Realfilmaufnahmen wurde eigens eine neue 3D-Kamera entwickelt.
Als 3D-Enthusiast interessiere ich mich speziell auch für die eingesetzte Hardware, um solch aufwändige Szenen zu rendern. Hier einige Eckdaten aus einem Interview mit den Machern auf MSN Computer & Technik:
Pandora (gr. Πανδώρα; dt.: „Allgeberin“) selbst ist in höchstem Masse dreidimensional. Die na‘vi leben in einem vielschichtigen und üppig bewachsenen Zauberwald, bewegen sich flink zwischen mächtigen Wurzeln und den schwindelerregenden Wipfeln der Riesenbäume und sturzfliegen auf telepathisch gelenkten Sauriervögeln zwischen schwebenden Felseninseln. Die Verbundenheit von allem mit allem wird allgegenwärtig und visualisiert das holistische Weltbild der Ureinwohner.
Ich war absolut begeistert und werde bestimmt noch ein zweites Mal in Pandoras 3D-Welt eintauchen.
Schnelle Beats, wummernde Bässe, extatisch zuckende Körper. Nur einer geht’s ruhiger an: der «M» Schwäbi» (Künstlername). Der Mann mit dem meditativen Tanzstil und den langen T-Shirts ist aus Bern’s Nachtleben kaum mehr wegzudenken.
Ich selbst habe M’s meditatives «Tan-Zen» an der letzten Museumsnacht im Berner Westside gefilmt und ein kurzes Video zusammengeschnitten:
M’s Facebook-Fangruppe hat mittlerweile fast 2400 Mitglieder. Die Kommentare im Video sind Originalton M., aus der SF-Sendung «Nachtwach», wo er zum Thema «Perfekt» angerufen und einiges zu Erleuchtung, Meditation und natürlich Improvisationstanz erzählt hat.
«Dein Singen und Tanzen ist nichts als die Stimme des Dharma»
Zen-Meister Hakuin