Letzte Einträge

Neue Farbe braucht die Wand – Zeitraffer-Video

Wenn weisse Wände langweilig sind, muss Farbe ran. Eine gute Gelegenheit verborgene Malertalente zu wecken und fast 5 Liter Orange und Pink (nein, das beisst sich nicht) an die Flurwände zu rollen und zu pinseln.

Dies musste natürlich bildlich festgehalten werden, in meinem ersten Zeitraffer-Video.

Hier das Resultat:

Und so ist das Video entstanden

Alle 10 Sekunden wurde ein Einzelbild gemacht, mit dem iPhone und der Timelapse-App (iTunes-Link). Mittels Quicktime Pro habe ich die Einzelbilder zu einem Film (.mov-file) zusammengefügt (29,XX Bilder pro Sekunde) – Danke @leumund für das ausführliche Videotutorial zum Quicktime Serienbildimport!
In After Effects von Adobe habe ich noch einen Wischeffekt (CC Force Motion Blur) eingefügt, um die Dynamik noch etwas zu erhöhen. Da ich 40 Sekunden für diesen Streifen noch etwas lange fand, habe ich in iMovie das Tempo verdoppelt. Ebenfalls in iMovie kamen Titel und Abspann sowie der Sound – ein kosten und DRM-loses File von www.pacdv.com – dazu.

Edouard Salier spaltet das Atom für Massive Attack

Massive Attacks Video zu «Splitting the Atom» ist eine düsterer aber entspannter Kameraflug durch eine erstarrte Grossstadt, in welcher sich kurz davor unsägliches abgespielt haben muss.

Aus einem abstrakten Intro wird eine verspiegelte Kristalllandschaft, durch die der Betrachter in ein Standbild einer Grossstadt fliegt, aufs Zentrum der Katastrophe zu. Regie geführt hat der Franzose Edouard Salier (man beachte die Entwurfsskizze zu ebendiesem Musikvideo auf seiner Startseite).

The Absence of Mark Manders

Stell dir vor dich gäbs gar nicht. Und die Welt drehte sich trotzdem weiter…

Der niederländische Künstler Mark Manders befasst sich seit Jahren mit der eigenen Abwesenheit und stellt mit seinen Installationen ein etwas tristes Selbstporträt in Form von imaginären Räumen dar. Als ich letztes Jahr in der Zürcher Kunsthalle die Ausstellung «The Absence of Mark Manders» besuchte, war dieser tatsächlich nicht dort. Und auch sonst praktisch niemand, was den etwas makaberen Charme seiner Werke zu meiner Freude noch verstärkte.

Fox/Mouse/Belt (1992)

Wenig herzlich empfangen wurde ich von „Fox/Mouse/Belt“ (1992), einer lehmfarben Bronceplastik eines liegenden Fuchses, der eine tote Maus auf den Bauch gegurtet hatte. Ähnlich frisch-modelliert und zugleich  wie schon lange tot sahen die liegenden und mit Plastikfolie bedeckten Bronceplastiken von Menschen aus. Auch das arme Büsi der „Nocturnal Garden Scene“ vermochte keine ausgelassene Lebensfreude verbreiten – was wohl auch gar nicht seine Absicht war.

Eine ausführliche Beschreibung dieser längst vergangenen Ausstellung ist auf www.kultur-online.net zu finden. Die Verspätung dieses Beitrags ist auf die Abwesenheit des Bloggers zurückzuführen.

Avatar 3D – Aufbruch in eine revolutionäre 3D-Welt

James Cameron‘s Avatar Trailer (auf Youtube) ist tatsächlich ein Aufbruch. In eine völlig neues 3D-Kinoerlebnis. Für fast drei Stunden wird der Zuschauer in eine so noch nie gesehene Welt entführt, in welcher die Grenzen zwischen Real- und Computergeneriertem Film völlig verschwinden.


Avatar

Die Story

Die Story ist relativ einfach und schnell erzählt: Pandora ist ein Mond, auf welchem die Menschen ein sehr seltenes Erz abbauen. Die na‘vi, grosse blaue, sehr naturverbundene Ureinwohner, sind dabei ein Hindernis, welches der Sicherheitsbeauftragte vom Typ Haudegen-Commander durch Waffengewalt überwinden will. Der Querschnittgelähmte Ex-Marine Jake soll im Rahmen eines Forschungs-Programms, bei dem sein Bewusstsein temporär in einen Avatar (künstlicher Halb-Mensch-halb-na‘vi) gebeamt wird, die Ureinwohner ausspionieren, freundet sich dann aber mit ihnen an und führt sie im Krieg gegen die Eindringlinge…

Die Technik

Avatar revolutioniert die 3D-Technik in vielerlei Weise. So wurde, zusätzlich zum mittlerweile standardmässigen Motion tracking, mittels einer Infrarotkamera die Mimik der Schauspieler aufgenommen, um damit die 3D-Modelle der Na‘vi zu animieren. Mittels einer «virtuellen Kamera» konnte James Cameron die virtuelle Welt von Pandora in Echtzeit sehen und Kameraeinstellungen und -bewegungen wie im traditionellen Film selbst bestimmen. Auch für die Realfilmaufnahmen wurde eigens eine neue 3D-Kamera entwickelt.

Als 3D-Enthusiast interessiere ich mich speziell auch für die eingesetzte Hardware, um solch aufwändige Szenen zu rendern. Hier einige Eckdaten aus einem Interview mit den Machern auf MSN Computer & Technik:


  • 4352 Computer zum rendern
  • 34816 CPU-Kerne
  • Speicherplatz: 2,5 Petabyte (2,5 Millionen GB)

Pandora (gr. Πανδώρα; dt.: „Allgeberin“) selbst ist in höchstem Masse dreidimensional. Die na‘vi leben in einem vielschichtigen und üppig bewachsenen Zauberwald, bewegen sich flink zwischen mächtigen Wurzeln und den schwindelerregenden Wipfeln der Riesenbäume und sturzfliegen auf telepathisch gelenkten Sauriervögeln zwischen schwebenden Felseninseln. Die Verbundenheit von allem mit allem wird allgegenwärtig und visualisiert das holistische Weltbild der Ureinwohner.

Ich war absolut begeistert und werde bestimmt noch ein zweites Mal in Pandoras 3D-Welt eintauchen.


TAN-ZEN mit «M» Schwäbi – Video

Schnelle Beats, wummernde Bässe, extatisch zuckende Körper. Nur einer geht’s ruhiger an: der «M» Schwäbi» (Künstlername). Der Mann mit dem meditativen Tanzstil und den langen T-Shirts ist aus Bern’s Nachtleben kaum mehr wegzudenken.
Ich selbst habe M’s meditatives «Tan-Zen» an der letzten Museumsnacht im Berner Westside gefilmt und ein kurzes Video zusammengeschnitten:

M’s Facebook-Fangruppe hat mittlerweile fast 2400 Mitglieder. Die Kommentare im Video sind Originalton M., aus der SF-Sendung «Nachtwach», wo er zum Thema «Perfekt» angerufen und einiges zu Erleuchtung, Meditation und natürlich Improvisationstanz erzählt hat.

«Dein Singen und Tanzen ist nichts als die Stimme des Dharma»

Zen-Meister Hakuin

3DMagix will kostenlose 3D-Software Blender zu Geld machen

Das ist doch mal ein Businessplan: Man nehme kostenlose Software, gibt ihr einen eigenen Namen, bastelt ein schmuckes Verpackungsdesign und verkauft das ganze dann auf einer Website im typischen Alles-auf-Startseite-gelbmarkierte-Verkaufslogans-Stil (absichtlich nicht verlinkt).
Ausführlicher Bericht zu dieser dreisten “Geschäftspraxis” von 3DMagix alias Blender auf blendernation.com.

Vergesst 3DMagix und zieht euch die originale cutting-edge 3D-Suite Blender kostenlos!

Die unheimlich ästhetische Welt von Fotograf Miles Aldridge

Der Modefotograf Miles Aldridge (Engländer, geb. 1964) schafft surreale Szenen von traumhafter Farbigkeit und Leuchtkraft. Dabei sind seine Fotos so präzise und luzid, dass es einem fast unheimlich wird (was teilweise sicher auch am eiskalten Blick der Models liegt) – genial:

Bold Gold von Miles Aldridge

Ebenso präzis ästhetisch wie seine Fotos ist seine Website (www.milesaldridge.com), kurz und bündig sein witziges Biografie-Filmchen. Sein Vater Alan, ein berühmter Art Director (z.B. von Coverdesigns von Beatles-Alben), scheint übrigens den selben Webdesigner zu haben: www.alanaldridge.net ;-)

Google 3D – Browser-Plugin O3D für dreidimensionale Inhalte

Neues aus den Labors des Suchmaschinengiganten: Google stellt mit der JavaScript-API «O3D» eine neue Technik vor, um dreidimensionale Anwendungen (animiert und interaktiv) im Browser anzeigen zu lassen. 

Screenshot aus einer o3D-Demo von Google

Mit Google Earth und SketchUp verfügen deren Entwickler bereits über Erfahrungen im 3D-Bereich und dank ihrer Grösse evtl. auch die Macht, einen neuen 3D-Standard durchzusetzen. Frühere Versuche in diese Richtung (VRML und X3D) waren weniger erfolgreich. Fraglich ist, ob sich o3D gegen bereits ziemlich ausgereifte Techniken wie Flash mit Papervision3D durchsetzen wird. Grosser Vorteil von Flash: Das erforderliche Plugin – der Flashplayer – ist schon sehr verbreitet installiert.

Obwohl O3D sich noch im Frühstadium befindet liegen schon Eindrucksvolle Demofiles vor (Achtung: Plugin erforderlich!)

Unter der Welle eine andere Welt – Dustin Humphrey’s Dopamine

Schon «Normale» Surf-Fotografen müssen Meister des Timings sein. Dustin Humphrey geht noch weiter und bannt zugleich Überwasser-Surfaction und skurril arrangierte Unterwasserszenen auf den Speicherchip. lukestedman_deadbeats_poster

Sehr passend auch der Titel dieser schwarz-weiss Serie: Dopamine. Zumindest bei mir bewirkt bereits das Betrachten dieser Fotos die Ausschüttung einiger Glückshormone. 

Mehr davon gibts auf Photoshelter: «Riding a wave with Dustin Humphrey» …da die Portfolioseite des Fotografen noch nicht fertig ist.

Museumsnacht 2009 in Bern

Bereits zum 7. Mal fand am 20. März 2009 die Berner Museumsnacht statt. Die 33 beteiligten Kulturinstitutionen leuchteten farbig in den Nachthimmel und boten allerlei sehens-, hörens- und konsumierungswertes:

«Westside» – surrealer Trip durchs Einkaufszentrum

Zum ersten Mal dabei ist der im Herbst 2008 eröffnete Shoppingtempel «Westside». Kurz nach Mitternacht waren die Einkaufsbereiche, in denen die beiden grossen Kunstinstallationen untergebracht waren, absolut menschenleer. Die dumpf-monotone Technobeschallung in der Mall trug das ihre zu einem surrealen Erlebnis bei. Einzig in der Restaurantzone waren noch letzte Nachtschwärmer und Traumtänzer (nicht minder surreal) anzutreffen.



Copyright © 2004–2009. All rights reserved.

RSS Feed. This blog is proudly powered by Wordpress and uses Modern Clix, a theme by Rodrigo Galindez.